Jubiläum.
100 Jahre Konvent der Ursulinen in Neustadt (Dosse)


Seit 1923 engagieren sich die Ursulinen in Neustadt an der Dosse.
Mit der Übernahme des damaligen Waisenhauses fing alles an.


16. Juni 2023 – Es war ein schöner Tag – Ein Rückblick

Dem Start des Jubiläumstages mit einem Gottesdienst im Kloster schloss sich die Feierstunde mit vielen geladenen Gästen, Glückwünschen und Danksagungen zu Ehren der Schwestern des Ursulinen-Ordens in Neustadt an der Dosse an.

Die Oberin Schwester Theresia begrüßte freudig und gerührt ihre Gäste. Die dem Konvent seit langem verbundene Frau Dr. Bettina Bommer aus Duderstadt hielt den Festvortrag. Für die feierlich musikalische Atmosphäre sorgte das Judith Genske Trio mit Gesang, Piano und Klarinette. Im Anschluss öffnete sich der Tag in das gesamte Haus und den sonnigen Sommertag in den parkähnlichen Garten. Dort gab es viele Blumen und Gelegenheiten für Gespräche und Herzlichkeiten in ungezwungener Atmosphäre.


16. Juni 2023 – Tag der offenen Tür

Am Nachmittag wurde im Rahmen des Jubiläums zum Tag der offenen Tür geladen. Und viele Neustädter, Angehörige, Freunde, Nachbarn und Besucher aus der Umgebung kamen mit ihren Familien interessiert zu Besuch. Mit Kaffee und leckerem Kuchen aus der eigenen Küche, mit vielen Kinderspielen, einer Hüpfburg, Hausbesichtigungen, gemütlichen Schritten durch den Garten und einem Konzert des Judith Genske Trios feierte der Konvent der Ursulinen seinen großen Tag auch mit der Öffentlichkeit. Auf der Bühne stellten sich auch die Neuankömmlinge aus der Ukraine vor.


Bühnenprogramm der Ukraine Jugendhilfe

Seit 2022 kümmert sich die neu gegründete Gesellschaft für soziale Teilhabe nicht nur um die ansässigen Erwachsenen mit Behinderung, sondern gibt auch einem kompletten Waisen-Kinderheim aus der Ukraine mit seinen Betreuer:innen ein Zuhause. Die 25 Kinder und Jugendlichen mit Behinderung sind seitdem eine lebensfrohe Bereicherung für die erwachsenen Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen. Am Jubiläumstag bedankten sie sich mit Gesang und Tanz auf der Festbühne. Auch die Bewohner:innen beteiligten sich an einem gemeinsamen Programm. Ganz im Sinne der Schwestern des Konvents und dem Selbstverständnis der Gesellschaft für soziale Teilhabe wurde das Jubiläum zu einem Tag der Inklusion: Gäste, Familien, Angehörige, Bewohner:innen jeden Alters und Mitarbeiter:innen feierten miteinander und zusammen.


Zum Konvent.

Eine Verabschiedung: Die langjährige Oberin, Schwester Theresia, kündigte ihren Rücktritt aus dem Amt an und geht in den Ruhestand.

„Bleibt auf dem alten Weg. Und lebt ein neues Leben.“

Getreu diesem Gedenkwort der Ordensgründerin, der hl. Angela Merici, haben die Ursulinen in Neustadt mit Gottvertrauen, Mut und Zuversicht ihr Heiliggeistkloster durch 100 bewegte Jahre geführt, erhalten und immer wieder wechselnden Aufgaben angepasst.

Nach dem I. Weltkrieg 1923, während der Inflation, übernahmen einzelne Ursulinen aus Berlin das bestehende Waisenhaus in Neustadt und führten darin ein Landschulheim für die Schülerinnen und die Schwestern des Mutterhauses in Berlin. 1925 eröffneten sie eine katholische Volksschule. Im II. Weltkrieg bot sich hier Obdach für die evakuierten Berliner und eine große Anzahl von Verwundeten und Flüchtlingen. Nachdem seit 1947 den Ursulinen der Schulbetrieb verboten war, wurde das Kloster zur Heimstätte für Kinder mit geistiger und seelischer Behinderung. Nach der Wiedervereinigung wurde auf dem Grundstück eine moderne Wohnstätte errichtet, in welcher seitdem 40 Bewohner:innen mit den Schwestern lebten und von ihnen betreut wurden.

Diese Einrichtung soll nun als „Wohnstätte für Menschen mit Behinderung“ in eine weiter gute Zukunft gehen.


Wenn sie sagen: „Der liebe Gott macht schon“ sag ich: „Ja, der liebe Gott hat dir Verstand gegeben. Aber machen musst DU!“

Schwester Theresia, langjährige Oberin des Konvents der Ursulinen in Neustadt an der Dosse


die ursulinen .

Gesellschaft für soziale Teilhabe Neustadt (Dosse) gGmbH

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